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Meine Parilla wurde 1954 produziert. 1971 im Werk Lambourghini vom damaligen Besitzer und Chefmechaniker Orazio Salvioli bei Modena zu einer Rennmaschine umgebaut und viele Spezialteile einzeln angefertigt. Das Foto zeigt seine Cousine, ein wundervolles Zeitdokument ! |
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1974 wurde die Moto Parilla von meinem Freund und BMW-Oldtimerspezialisten Erwin Brummer gegen einen 327er Motor eingetauscht.. Um genaueres über die Marke Moto Parilla zu erforschen (sie war uns damals völlig unbekannt) habe ich 1974 zwei Fotos mit der Sofortbild Kamera gemacht. Meine damaligen Recherchen waren aber nicht sehr erfolgreich. |
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Im Herbst 2008, 34 Jahre später, hat mich Erwin gefragt, ob ich nicht jemanden wisse, der Interssse an seiner Parilla hätte? Oabwohl inzwischen zerlegt wusste ich gleich jemanden der die Parilla gerne hätte:
..ICH .. ICH...ICH !!! |
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Mit dem VW Campingbus habe ich sie zu mir gebracht und vor der Garage aufgestellt. Der fehenden HInterreifeneifen und der veraltete Vorderreifen waren dann ohne Problem bei der Firma "Münchener Oldtimerreifen" in Holzkirchen zu bekommen. |
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Die linke Seite mit dem Kettenantrieb ist die Schokoladenseite. Der Auspuff innen ist völlig verrostet. Da ich aber wieder eine Langstrecken-Rennmaschine (Milano-Taranto) wie früher aufbauen will wird wohl der Auspuffinnhalt keine Rolle mehr spielen. |
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Die erste Inspektion und Reinigung, von allen Familienmitgliedern mit Freuden durchgeführt, ergibt eine gute Konstanz von Motor, Getriebe und Rahmen. Die Telegabel muss allerdings erneuert werden. Da Parillagabeln selten angeboten werden wird - wie früher auch öfter, eine 1958er Ducati Telegabel eingebaut werden. |
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Über den vorhandenen KfZ-Brief habe ich den Vorbesitzer aus Modena ausfindig machen können. Wir hatten nun schon mehrmals persönichen Kontakt und es hat sich eine sehr schöne Parilla-Freundschaft entwickelt. |
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Ich habe viele weitere Parilla-Freunde dadurch in Italien kennengelernt. Auch Bruno Baccari vom RISP Registro Internationale Storico Parilla und seine unglaubliche Parilla-Sammlung..
Gemeinsam mit meinem Freund Heinz Tschikel, Ducati-Händler aus Hohenbrunn, haben wir begonnen. den Motor zu zerlegen. Alle Schritte wurden fotografiert um später beim Zusammenbau keine Probleme zu haben. |
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Der Parilla Motor hat sich als viel aufwendiger und komplizierter konstruiert dargestellt als die uns besser bekannten Ducati-Einzylindermotoren. |
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Durch den Umbau vorhandener Ducati-Abzieher und mit dem Wissen meines Chefmechanikerfreundes Heinz gelang es uns, den Motor Stück für Stück zu zerlegen. |
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Der Motor hielt viele kleine Überraschungen für uns bereit. |
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Es gab viele kleine Deteil-Lösungen zu entdecken. Wir haben viele Bilder von den Arbeitsschritten aufgenommen. |
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Die polierte Rennkurbelwelle hatte den linken Öldruck-Stopfen verloren und wurde vom Spezialisten inzwischen überholt. |
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Der Motor wurde mit Motorreiniger gebadet und mit Ballistol-Öl bis tief in die Poren gesäubert |
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Schneeweiss, wie neu sind die Motorteile inzwischen für den Zusammenbau bereitgelegt. Orazio hat einen Dichtungssatz besorgt. Bis zum Parilla-Day in Carpi im Juli 2010 soll das kleine Motorrad wieder laufen. |
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Der Zusammenbau:
Das spezialwissen von meinem Freund Heinz Tschikel war nun sehr von Nöten. Der Zusammenbau nicht einfach und wir waren froh auch von RISP Ersatzteil- und Reparaturbücher bekommen zu haben. Auch die vorher aufgenommenen Fotos vom Zerlegen haben einen uns sehr geholfen.
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Der Rahmen wurde inzwischen lackiert. Orazio Salvioli hatte noch eine Dose des grünen Lambourghini original-Lackes von 1972 der vom Lackierer auch noch nach 38 Jahren verwendet werden konnte. |
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Den Dichtungssatz aus Italien hatte ich von Orazio bekommen als er bei mir auf München-Visite war. Natürlich wurden alle Lager - genormt und nicht schwer zu bekommen - ausgewechselt. |
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Die Kurbelwelle wurde schon damals von Moto Parilla gleitgelagert. Die Steuerkette, nach Angaben von Motorradberichten angeblich nicht mehr zu bekommen, war von Bruno ohne Problem aus Italien geschickt worden. |
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Nach einigen Schwierigkeiten, den fertigen Motor in den Rahmen zu bringen, zeigte sich schon ein wunderschönes Gesamtbild. |
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Die linke Seite ist natürlich die Schokoladenseite. Trotz 3 Tagen Urlaub hatten wir dann doch Probleme, alles rechtzeitig zum Parilla Day in Carpi 2010 fertigzubringen. Es gelang leider nicht. |
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An den Bremsen fehlten einige Teile. Die Zeit war zu knapp um damit zu den Parilla Days zu fahren. Es wird es wohl noch bis zum Winter dauern bis sie fertig wird. Heinz muss auch seine Ducati Kunden in der Sommerzeit verstärkt betreuen - aber zu den Parilla Days 2012 in Mailand wird sie bestimmt fertig sein. |
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Weitere Bilder vom Zusammenbau folgen. |